...dann geht er hinterher etlichen Mitmenschen mit seinen Erzählungen gehörig auf den Senkel.

So nun auch euch, ihr armen Tropfe! Haha, jawohl!

Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass genau dieser Nervenstrapazierumstand gerade bei mir zutrifft. Ich fühle mich durchaus wie ein Geläuterter, die verkrusteten Augen sich erst in der Lebenshalbzeit in voller Gänze für den Rest der beurlaubten Welt öffnend. Unordentlich bunte und zerfranste Strüßje aus Erinnerungen, Folgewünschen und allerhand bekloppten "Spitzenideen" geistern ziemlich unorganisiert durch meinen Kopf herum und rempeln sich gegenseitig permanent über den Haufen.

Vier Wochen Urlaub. Am Stück! Und noch dazu hintereinander. Hatte ich noch nie, will ich aber unbedingt immer, immer, immer wieder haben. Am Anfang stand eine eher noch kleine Wunschaktivität, mit einigem Sicherheitsabstand gefolgt von ein paar Wochen hin- und herüberlegen, dann ein bis zwei Monate zur bequemen Organisationsrealisierung der 10- 14tägigen Urlaubssaat, zum krönenden Abschluss gebracht durch das beinahe spontane Anhängen von weiteren zwei Wochen aufgrund der Realisation "Wenn ich schon mal dort bin, dann kann ich auch gleich hierhin weiter!".

Dabei konnte ich gleich zwei langjährige, auch im Sommer wunderfein kühle, Wunschziele abklappern, und auf dem zweiten Wunschziel gleich noch eine ganze Menge Subwunschziele mit in's Körbchen packen. Beim Urlaubssaatkern "geholfen" hat ein Kollege mit einem recht unschuldigen Nebensatz und bei der Urlaubsdauer ein Chef, der selber lange Urlaube besser findet als kurze. Das hat vermutlich nicht jeder in seinem Arbeitnehmerportfolio, und dieses "Angebot durch Nachfrage" *hust, hust* konnte ich natürlich unmöglich ausschlagen.

Eine meiner oben schon angeschnittenen Spitzenideen - und an dieser Stelle folgende Etappenlektüren könnten für Interessierte dieses einsam desertierten Blogs eine Erklärung für die Motivation dahinter liefern - ist ein Allrad-Und-Offroad-Taugliches Wohnmobil in ca. Grosser-Jeep- oder VW-Bulli-Größe. Mit ordentlich Bodenabstand und Unterbodenschutz und vermutlich sittenwidrigem Spritverbrauch (der sich ja vielleicht überraschend durch ein unerwartet gewitztes Softwareupdate auf Topniveau schrauben läßt). Und mit Glasversicherung. Auf gar keinen Fall die Glasversicherung vergessen!

Eine andere Spitzenidee ist es, mehr Jahresurlaub bei keinem oder minimalem finanziellen Verlust zur Verfügung zu haben. Sonst kann ich die zusätzlichen Tage ja nicht mit Abenteuern füllen, und so ein Offroadspritztourenmobil möchte auch mit Sprit gefüttert werden. Wie sich diese Idee realisieren läßt, habe ich aber noch nicht ganz raus. Zuerst muss ich aber auch den allerersten Milestone erreichen, nämlich zu lernen, wie man vernünftig einen Reifen wechselt oder sonstwie mit allen möglichen kleineren Autopannen klarkommt. Nicht, dass da was passiert wäre in den vergangenen glorreichen vier Wochen, aber das stemple ich unter "Schwein gehabt" ab - für kommende Alltagsfluchtperioden abseits dicht besiedelter Gebiete hätte ich dann doch gerne mehr Wissen über entsprechende Domänen - mit meinem Fahrradkettenwechselwissen komme ich da nicht allzu weit.

In vermutlich nicht allzu langer Zeit wird es an dieser Stelle weitergehen mit nicht ganz ernst gemeinten Reiseerlebnisberichten. Bis dahin - Túsund takk und Sjáumst.