(...oder: "...noch ein Blog? Muss das denn sein...?")

So, oder so ähnlich, geht es mir durch den Kopf wenn ich neue Sachen ausprobiere. Angesicht von Wortwahl und Satzbau dürfte es nicht so schwer zu erraten sein, dass ich meine Wurzeln im Ruhrpott habe. Meistens enden solche Geschmacksproben aber herkunftsgetreu in Schimpftiraden, Kopfschmerzen und dem fragenden Ausruf "Warum muss das in 2016 immer noch so sch*sskompliziert sein?".

Aber aus diesem Grund erst Recht: Ich hatte mal wieder eine "Spitzenidee" und nehme das als Anlass mal mit meinen nutzlosen Schimpftiraden die Entropie des Universums ganz ohne Sinn ein wenig zu erhöhen.

Clojure via Eclipse - bähigittitt.

Als ich ca. 6 Stunden verplempert habe nur um zu versuchen in Clojure ein "Hello World!" auf die Reihe zu bekommen, zum Beispiel. Keines der Tutorials funktionierte so wie gedacht, und nur der Remote-Geduld eines (Ex-)Arbeitskollegen ist es zu verdanken, dass ich damals Clojure, REPL und wie der ganze Klumpatsch heißt, in Eclipse an's Laufen bekommen habe. Nichtsdestotrotz habe ich damit nicht weiter gemacht, denn 6 Stunden für ein "Hello World!" sind einfach zuviel, und mein Leben zu kurz.

Ein Geist mit blöden Anleitungen

So auch kürzlich die ersten Gehversuche mit Ghost als Blog-Platform. So hatte ich schon seit Ewigkeiten einen nicht mehr genutzten vServer (OpenVZ) "herumliegen" - der Anbieter bot dazu ein kostenneutrales Upgrade auf einen KVM-vServer mit mehr RAM und CPU an, just bzw. überschneidend als mir gerade die Spitzenidee (dazu in späteren Beiträgen mehr) kam. 5€ im Monat? Keine Diskussion bei einer Spitzenidee!

(na gut, die Domain in Estland zu registrieren kostet knappe 16€ pro Jahr, aber was lasse ich meinem geistigen Geniegehirn nicht alles durchgehen)

Die Umstellung war problemlos, und ich also mal ganz unschuldig: "Installier ich mal Ubuntu 14.04 LTS und dann Ghost, das dürfte am besten supported und community-siert sein".

Denkste. Fünf Tutorials (für Ghost, in derselben Version 0.8.0), kein einziges lief durch wie beschrieben und gedacht. Drei Stunden für nix, dafür kam mich die Mutter aller Kopfschmerzen besuchen und vermutlich habe ich ein Lebensjahr durch erhöhten Blutdruck eingebüßt.

Container, mach den Mund auf, hier kommt das Flugzeug!

Zum Glück, und das ganz ohne Ironie, ist seit einiger Zeit das Buzzword "Container" in aller Munde. In der Firma(tm) ist das Thema noch nicht so ganz auf den prozessüberlasteten Schreibtischen gelandet, aber zumindest in der hiesigen DevOps-Gemeinde unter Kollegen wird das Thema schon längst heiß gehandelt. Was soll ich sagen, Docker unter Ubuntu 14.04 LTS installieren ist ein (guter!) Witz, und samt "Pull" des Ghost-Container und laienhafter Konfiguration (Dateien sollten ja schon "statisch" außerhalb des Containers liegen) war ich nach 15 - 20 Minuten durch. Ick bin bejeistert. Auch dazu gibt's vermutlich noch einen oder mehrere Beiträge, die allerdings keine Installationsanleitung sein werden.

Ach so, und nicht zu vergessen: Ja, das muss sein mit noch einem Blog. Ist ja niemand zum Lesen gezwungen. Im Zweifel, um es frei nach Peter Lustig zu sagen: "Unten links ist der Knopf, und da drückt ihr jetzt schön drauf. Und dann geht ihr raus zum Spielen." ;-)